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rocken lassen

Seiten:123

08.01.2017-14:24

Danke, kbe!
[Etwas OT]
Ja in der Literatur taucht AoI gänzlich weg, das stimmt. Zum einen mag es damit zu tun haben, dass Geld die Animationswelt für Spiele und Kino samt ihren Zubringern 'vor sich her treibt' und daher nur Schulungsunterlagen für die durch die Industrie inzwischen weitgehend standardisierten Programme betrieben werden. Zum anderen lag bei Blender wohl der Ehrgeiz auf dem Ziel, eine umfassende und kostenlose Alternative zu all jenen 'Flaggschiffen' zu kreieren. In zweiter Linie erst gab es da vielleicht auch noch den eher mit AoI verfolgten Ansatz, einen möglichst jeder/m ab Schulalter (be)greifbaren barrierenarmen Zugang zu eigenen 3D-Welt-Träumereien zu schaffen und fortzuentwickeln. Dass AoI dabei selbst ein wenig zum träumenden 'Dornröschen' wurde, finde ich so gesehen schon wieder charmant.
Rall ist meiner Ansicht nach zugute zu halten, dass er sich als Uniprofessor nicht der Industriephilosophie allein unterzieht (wie manch andere), sondern den Blick seiner Studenten weit zu halten bestrebt ist. Daher bietet er (wie seine Gastautoren) auch ausschließlich Informationen, die selbst im Speziellen allgemein gültige Parameter in der 3D-Welt berücksichtigen und so auf unterschiedlichste Lösungsmöglichkeiten über verschiedenste Programme ausgelegt sind. Er wäre für mich also eher so zu interpretieren, dass er AoI wie die meisten anderen einschlägigen Programme zwar (vermutlich) kennt, aber (wohl wegen dessen langsamer gewordener Fortentwicklung) nicht weiter gesondert hervorhebt oder gar behandelt. [Ende OT]
Schaffen: Na klar. Behauptet wer was anderes?

25.03.2017-15:10

Seit über einem Vierteljahr nun schon wieder keine Nachricht mehr zum Projekt?
Das geht ja gar nicht!
Liegt aber in der Natur der Sache:
Mein Beruf läßt Herzensfreuden, wie diese, eben nur in weiterhin knapper werdender Freizeit zu.
Und selbst Profis planen, diskutieren und überarbeiten ihre Ideen scheinbar lange, bis diese zu einem spruchreifen Drehbuch - und in dessen Folge zu einem brauchbaren Storyboard - aus- und immer wieder umgearbeitet werden können, das seinerseits in einem ersten provisorischen Animatics (= 2D-Trickfilm zur Timing- und sonstigen Detailjustierung) umsetzbar ist.
Dank des computergestützten Vorgehens und guter Fachliteratur ist all dies inzwischen auch für Interessierte wie mich aneigenbar.
In der Schüttung dieses 'Erfahrungsfüllhorns' mache ich augenblicklich möglichst panikfreie Schwimmbewegungen, um das ersehnte, (scheinbar) 'rettende' Ufer dennoch zu erreichen, an dem kbe ja längst schon darauf wartet, animatorisch tätig zu werden.
In dieser 'Warteschleife' landet er dann 'brennende Kerzen' oder das 'Umblättern einer Buchseite', oder einen 'Gehzyklus' ..., was alles letztlich auch in diesem Projekt (modifiziert) verwertbar ist.
Um meinen Kopf hin und wieder mit neuen Bildelementen beschäftigen zu können, entsteht als 'Abladeprodukt für Vorangetriebenes' ab und an dann mal eine (Nicht-AoI- sondern Inkscape-)Grafik-Skizze, wie die hier angehängte. In ihr sind das Bildformat (also 16:9), der Filmtitel, sein englischer Untertitel und gleichzeitig eine Anmutung der späteren Neonreklame an der Hauswand über der (noch gedachten) Lokaltür, hinter der Woody auftritt, zu erkennen. Damit soll 's nämlich losgehen …

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Bis dahin war der Thread faktisch dokumentiert, als kbe/musi die versehentliche Gesamtlöschung unterlief, von der er zur Neueröffnung des gleichen Themas im Vorgängerboard schrieb. Dieses Posting hat er dankenswerterweise hier zu Anfang als Einleitung vorangestellt, weswegen es im weiteren Fortgang nicht erneut erscheint.
Die damit entstandene Lücke der Postings erstreckt sich somit zwar über fast acht Monate, läßt sich aber in wenigen Worten überbrücken:
Hardwareprobleme und von uns beiden aufgespürte Bugs drosselten den Vortrieb des Projektes, zusätzlich zur Schwierigkeit, erneut den Status unserer amateurbedingten Unkenntnis auf das erstrebte Niveau der Drehbuchanforderungen zu bekommen.
Etliche Fachbücher bereicher(te)n daher zusätzlich meinen Arbeitsplatz.
Das grundlegende Werk, um überhaupt zu begreifen, wie Dramaturgie, Schauspiel und Animation funktionieren und worüber sie miteinander verzahnt werden können, sei hiermit aber wärmstens empfohlen: Ed Hook, Acting for Animators. 4th edition, Taylor & Francis, New York, 2017. (Allerdings bislang nur im englischen Original verfügbar.)

Dennoch entstand in diesem Zeitraum auch die Straßenszenerie für die Anfangssequenz des Filmes. Das letzte Render davon, das mein Laptop so eben noch bewältigt hat, sei auch hier wieder als Vergleichsmöglichkeit für das angehängt, was sich aus dem obigen Entwurf drehbuchgemäß entwickelt hat.

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03.11.2017-22:33

Ja, die über 6000 Klicks, die dieses Projekt bislang schon auf sich vereinigen konnte, stammten nicht nur von bots, kbe und mir! Vielmehr lassen sie ein recht ordentliches Interesse an kbe's und meinen Meldungen dazu erkennen und es daher geraten erscheinen, zumindest den ursprünglichen Titel weiter zu verwenden, damit all die, die Interesse behalten haben, nicht mühsam herumsuchen müssen.
Der Stand der Dinge:
Die ersten 29 Sekunden des etwa zweiminütig geplanten Projektes sind im Entstehen. Dazu war nicht nur eine Straßenszene zu erstellen, sondern auch ein Ablaufplan für diese erste Kameraeinstellung, die als durchgehende Flugbewegung für verschiedene Blickwinkel auf das Geschehen erdacht wurde. Dieser Plan orientiert sich am entsprechenden Abschnitt des Drehbuches und befasst sich ausschließlich mit dieser Sequenz, deren Aktionen darin einzeln nach Keyframes aufgeschlüsselt sind: Ein sogenanntes X-Sheet.
Nachdem Erfahrungswerte für die Animation und das zur Wahrnehmung notwendige Timing der Ereignissabfolgen (das sogenannte Staging) nicht nur zur hier als erste Figur auftretenden Flötistin Violeta völlig fehlten, begann ich das Geschehen um diese Figur herum zuerst zu entwickeln: Titelübergänge, das Blinken der Neonschrift über dem Lokaleingang, das Abfetzen und Flattern des Plakates am Türblatt, das Vorrücken des Uhrzeigers, das ruckweise Öffnen der klemmenden Tür und die Bewegung der Kamera in der Szenerie. Da ich im Laptop arbeite, stieß ich bald an das javaseitig gezogene Speicherlimit von AoI. Dadurch mussten alle Elemente in der Szene auf die Animation externer Objekte umgerüstet werden, womit aber in der Folge letztlich doch einfacher und vorteilhafter umzugehen war, als von mir erwartet. Dennoch bin ich nun wiederum knapp unter der Grenze meines Arbeitsspeichers. Ruckfreies Abspielen der Animation gelingt nur noch im Drahtgittermodus. Das Rendern der Gesamtszene wird kbe durchführen müssen, da seine Hardware entsprechende Ressourcen zu bieten hat. Es wird spannend, welche Mankos dann erstmalig erkennbar sein werden.
Da das X-Sheet trotz Tabellenform vergleichsweise unübersichtlich ist (siehe erster Bildanhang), durch die Menge an unterschiedlichen Informationen, die es enthält, war es notwendig, sollte die Animation durch kbe durchführbar werden, daraus je einen Rollenauszug für jedes Element zu erstellen, das der Animation noch bedarf. Derzeit entsteht dieser Auszug für die Rolle der Violeta. Er wird jedenfalls aus einer AoI-Datei mit jenen extern verlinkten animierten Objekten, die mit Violeta unmittelbar korrespondieren, bestehen, die die per Keyframe eingeblockten Grundaktionen enthält, welche Violeta ausführen soll. Dazu aber entsteht eine entsprechend über die Keyframenummern korrespondierende Impressdatei (Impress ist das Präsentationsmodul von LibreOffice und entspricht PowerPoint), die jene Informationen ausweist, mit denen dieses Grobraster des Bewegungsablaufs ausgebaut werden muß.
Wie so eine Folie im Prinzip aufgebaut ist, erläutert der eingetragene Text im angehängten, davon angefertigten Screenshot (zweiter Bildanhang).

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06.11.2017-11:57

Ich bin schon ganz gespannt, da mitmachen zu können.
Einstweilen kam mir der Gedanke: Wie wird es dann drinnen weiter gehen.
Ich habe mal zusammengewürfelt, was ich da noch so rumliegen hatte.
Nur so aus Spaß.
Da muss natürlich zunächst eine passende Ausstattung des Saales her = Punkt 1. Ich kenne mich in dem Milieu nicht aus.
Und dann geht es X-Sheet-weise mit den Akteuren voran = Punkt 2 bis n.
Wir werden ja sehen. Aber erst einmal draußen alle 3 ankommen lassen.
Die kleine angehängte Animation brachte übrigens den von mir angezeigten Bug zu tage.

siehe Thema Bugs: Bug beim Kopieren von Kindobjekten

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06.11.2017-21:35

Jawoll, stehende Ovationen für Woody den vielberühmten Vortragskünstler, der gar jovial seinen Fans zuwinkt, bevor er sich, jungdynamisch und elastisch aufs Podium gesprungen, erst mal verbeugt: köstlich. Ein echter kbe! Sogar mit Verfolgerlichtkegel. Schade, dass Deine Hauptarbeit an den 16 Drahtmänneln da nur im Halbdunkel erahnbar bleiben mußte. (Im nun angehängten neuen Render oben sind sie inzwischen klar sichtbar!)
Aber der gefundene Bug (in der Eltern-Kinder-Mehrfachkopie) macht diese Arbeit dennoch auch programmhistorisch gesehen unsterblich wertvoll! (Auch wenn die Uniformität des Publikums samt seinen Sitzbänken in der grauen Umgebung für mich doch irgendwie etwas von Kaderschulung hat )
Nundenn, das Drehbuch, auf das wir uns schon geeinigt hatten, verläuft allerdings etwas anders:
Darin kommt nur Violeta zu spät von außen. Spiros der Pianist und Woody der Kneipenwirt und Kontrabaßspieler sind schon anwesend und warten mehr oder weniger schon auf sie, damit endlich Musik gemacht werden kann.
Aber es stimmt:
Die Innenansicht der Lokalität muß erst noch entstehen.
Da mache ich mich dran, sowie Du, kbe, Dich aufgrund des von mir rübergereichten Materials über die ergänzende Animation der Außensequenz setzen kannst.

07.11.2017-17:04

Okay, so gehts.

Und damit ist dieses Projekt zum neuen Jahr im neuen Board hier wieder vollständig mitzuverfolgen. Denn: Auch wenn es ein Hürdenlauf ist, gibt es immer wieder Fortschritte zu berichten.
So hat sich die Impress-Folienvorlage inzwischen weiterentwickelt, um einerseits kontrollieren zu können, ob in allen drei Bereichen (Dramaturgie, Schauspiel und Animation) die erforderlichen Vorgaben eingehalten sind und zum Anderen ein sicheres Geländer für die Durchführung der Animation verfügbar zu machen. Der angehängte Screenshot zeigt, wie die notwendigen Bereiche darauf untergebracht sind und erläutert sie. Falls jemand ähnliche Aufgaben zu bewältigen hat, aber nicht recht weiter weiß 😉 , hätte er damit zumindest eine Anregung, wie er unentgeltlich zu seinem (allerdings sehr einfachen) Storyboard kommt.

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Nach fünf Monaten meinerseits mal wieder ein "lauteres Piep" zu den Entwicklungen dieses Projektes, damit es nicht ganz aus der Sichtlinie Interessierter verschwindet.
Musi/kbe ist von mir seitdem bis auf Weiteres leider zum "Nichtstun" verdammt, da ich für die versprochenen Handreichungen, die ihm meine Vorstellungen dieser ersten Sequenz übermitteln sollen, langsamer vorankomme, als erhofft.
Das hat natürlich Gründe:
Musi/kbe benötigt, um überhaupt sinnvoll tätig werden zu können, nach Möglichkeit nicht nur konkrete Keyframebenennungen, sondern eine in sich schlüssig funktionierende Systematik, angefangen bei einer funktionstauglich eingerichteten Figur bis hin zu deren erkennbarer Körpersprache.
Wie aber vermittelt man, wovon das eigene Gehirn zwar längst eine klar umrissene Vorstellung hat, wofür aber die notwendigen technischen (Er)Kenntnisse erst erworben werden müssen, weil man eben noch nicht weiß, was der Projektpartner längst weiß?
Ist also seit den hier anfangs (vor nunmehr drei Jahren) bereits erwähnten Lernzuwächsen nichts weiter geschehen? Das wäre reichlich dürftig und dann tatsächlich des Aufgebens wert.
Aber es ist zwischenzeitlich (nicht nur an Leben) eine ganze Menge gewachsen, vor allem in meinen Kenntnissen und Möglichkeiten hinsichtlich technischer Gegebenheiten und Zusammenhänge beim Animieren.
Ein Ergebnis daraus soll hiermit festgehalten sein:
Erklärungs-Romane können zwar geschrieben werden, aber schon hier im Board werden sie weniger gern gelesen, wenn kein Bild zu sehen ist.
Nichts kann so anschaulich und detailliert untersucht werden und damit der individuell notwendigen Information beim Austausch zwischen zwei menschlichen Gehirnen dienen, wie ein - wenn auch vielleicht technisch eher unbeholfen - in Zielnähe gerücktes Original. Ich habe mich daher zuletzt also dafür entschieden, eine "Anschauungs"-aoi-Datei aufzubauen, die, möglichst nah am endgültigen Animationsziel angekommen, das Erforderliche verfügbar macht, um davon schließlich die endgültige, möglicherweise dann technisch viel eleganter gelöste Animation mit Hilfe der Hintergrundinformationen aus der in den letzten Posts beschriebenen Impressdatei herleiten zu können.

Apropos Bild: Hier eine heimliche Backstageaufnahme unseres Flötenstars Violeta bei den Proben zum Betreten der Musikkneipe ...

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Donkritzel hat die erste Version, wie Violeta hektisch angestürzt kommt, weil sie wohl etwas spät dran ist, animiert.

Im Moment rendere ich das mal zur Probe - 10 Frames pro Stunde auf einer SSD-Festplatte und einen i7 4x3,4Mhz Prozessor und verringerter Genauigkeit (s.u.). Außerdem muss man AoI bzw. das Rendern an und zu neu starten. Anscheinend rödelt sich der Speicher zu.

Auch wenn das dauert, so ein Proberendern ist zwischendurch mal nötig. Hier sieht man erst wirklich, ob die beabsichtigt Aussage auch rüber kommt. Das ist aufwendig, spart aber schließlich und endlich Zeit.

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